M. Hruschewskyj als Persönlichkeit / A. Palme // Jahrbuch der Ukrainekunde: Arbeits- und Förderungsgemeinschaft der Ukrainischen Wissenschaften e. V. – München, 1983. – S. 369–375.
Prof. Anton Palmes Beitrag, eine politische Bewertung der Tätigkeit Hrusevs’kyjs, wurde als Vortrag anläßlich seines Todes an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin gehalten und in den Beiträgen zur Ukrainekunde, Heft III, des Ukrainischen Wissenschaftlichen Instituts 1935 herausgegeben. Wir belassen darin die deutsche Umschreibung der Orts- und Eigennamen nach dem Original.
Hrusevs’kyjs Abhandlung zum üblichen Schema der "russischen" Geschichte markiert einen Wendepunkt in der ostslavischen Historiographie und wurde nicht nur von den ukrainischen, sondern auch von einigen russischen und anderen osteuropäischen Historikern angenommen. Wir veröffentlichen hier die Fassung, die als "Sonderabdruck aus den Abhandlungen zur Slawenkunde der Petersburger Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, I, Petersburg 1904" in den o.g. Beiträgen zur Ukrainekunde erschienen ist. In einer Anmerkung zum Text weist der damalige Herausgeber darauf hin, daß "die alte Benennung jukramsko-ruskyj' ins Deutsche durch ,ukrainisch-russisch’ übersetzt wird". Dies entspricht nicht dem Wortlaut des Originals, da die notwendige und vom Autor angestrebte Unterscheidung zwischen den Begriffen "rus’kyj" (ruthenisch) und "russisch" nicht wiedergegeben wird. Diese Textstellen haben wir dementsprechend in "ukrainisch-ruthenisch", "weißruthenisch" etc. korrigiert, ansonsten belassen wir auch hier die deutsche Umschreibung der Orts- und Eigennamen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf den Artikel von Ju. Badzio "Offener Brief an russische und ukrainische Historiker" ("Mitteilungen" Nr. 18/1981, S. 71-100), der sich mit dieser Problematik (die Begriffe "russisch", "ruthenisch", "weißruthenisch") ausführlich befaßt.